Zoologischer und botanischer Garten in Pilsen
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ZOOLOGISCHER UND BOTANISCHER GARTEN DER STADT PILSEN – EINE GANZ ANDERE WELT

Eine ganz andere Welt - der Zoologische und Botanische Garten der Stadt Pilsen

 

Seien Sie willkommen auf der Internetseite des Zoologischen und Botanischen Gartens der Stadt Pilsen. Der Zoologische Garten Pilsen wurde 1926 eröffnet, damit ist er der zweitälteste Zoo auf dem Gebiet der Tschechischen Republik. Zunächst befand er sich an anderer Stelle, er war nur kleinflächig. 1961 wurde in Pilsen der Botanische Garten im Stadtviertel Lochotin gegründet, 1963 zog dann der Zoo in die direkte Nachbarschaft um, bis dann 1981 beide Gärten sich vereinigten. Die gegenwärtige Fläche beträgt 21 ha. Außerdem ist seit den Sechzigern die selbständige Einrichtung Aqua-Terra (Akva-Tera) im Stadtzentrum Teil des Pilsener Zoos und stellt Reptilien, Amphibien, Fische und Wirbellose aus.

 

1996 begann dann die Modernisierung der Anlagen mit dem Ziel einer Gliederung, wie sie der heutige Besucher vorfindet. Nach der früheren Spezialisierung auf Reptilien sieht das heutige Konzept eine zoogeographische Gliederung vor. Für die einzelnen Weltregionen wurden Farben zur Kennzeichnung ausgewählt und den einzelnen Ausstellungsteilen zugeordnet. Tiere, die früher zwei Tierhäuser im vorderen Teil des Zoos bewohnten, wurden entsprechend ihren natürlichen Bedürfnissen in den jeweiligen Biotopen untergebracht. Die Anzahl der Tierarten wuchs auf fast 1 300, gegenwärtig werden mehr als 8 300 Tiere gehalten, die höchste Zahl in Tschechien. Die Anzahl der Tierparkbesucher stieg auf 450 000 pro Jahr im Zeitraum 2009 - 2014. Der Zoo Pilsen gehört damit zu den erfolgreichsten Tiergärten in Tschechien und ist damit auch ein touristisches Hauptziel in unserem Lande.

Zu den interessantesten Tieren des Zoos gehören Panzernashörner, Sudan-Geparde, Zwergflusspferde, Komodo-Warane, Riesenschildkröten, Lemuren, Schimpansen, Giraffen, Tiger, Schneeleoparden, Pinguine und viele andere.

Erfolgreiche Zuchten gab es u. a. bei Spornschildkröten, Stumpfkrokodilen, vielen Reptilien und bei kleineren Säugetieren wie etwa bei Krallenaffen und Lemuren. Der Pilsener Zoo hält etwa 45 Tierarten, die im Europäischen Erhaltungs-Zuchtprogramm (EEP) erfasst sind und er ist mit der Führung des Europäischen Zuchtbuches für Graue Mausmakis und Fettschwanzmakis (beides sind Halbaffen/Lemuren) beauftragt.

In der Historie des Zoos wurden auch Eisbär, amerikanischer Schwarzbär, die Halbaffen Potto und Plumplori, Opossums, Beutelmäuse, Gazellen, hinterindische Tiger, nordamerikanisches Katzenfrett, Nashornleguane, Galapagos-Riesenschildkröten und insgesamt 15 Krokodilarten gehalten. Tschechische Erstzuchten gab es beim Brillenkaiman, bei Saigas, Großer Anakonda und auch bei Chileflamingos, die so zum Logo des Zoos wurden. Auch Zuchten von Ozelot, Schnee-Eulen und Streifenhyänen gab es in der Vergangenheit.

Zu den den interessantesten Einrichtungen der letzten Jahre zählen neue Häuser für die afrikanische und asiatische Tierwelt, das Madagscar-Haus, der asiatische Garten, ein Freigehege für Braunbären von 1 ha, Lüftnerka, ein Bauernhof aus dem 19. Jahrhundert sowie die geheimnisvolle Welt afrikanischer Nachtlebewesen.

2012 konnte “Die unterirdische Welt” nach dreijähriger Bauzeit den Besuchern übergeben werden und 2014 wurden mit Hilfe eines EU-Fonds das Projekt” Spuren des Menschen in der Natur - Mediteraneum und Amazonien” mit 2 Pavillons für südamerikanische Krallenaffen und für Schildkröten sowie Pflanzen des Mittelmeerraumes errichtet.

Nirgendwo in Tschechien findet man eine vergleichbare Anlage wie den Tschechischen Fluß und das Haus für das unterirdische Tierleben.

Tiere und Pflanzen werden nicht getrennt ausgestellt sondern werden möglichst im Zusammenhang auch unter Einschluss der Geologie und der Paläontologie gezeigt, so dass der Besucher eine komplette Vorstellung vom Geschehen in der Natur gewinnt.

Hinter dem Verwaltungsgebäude befindet sich ein großes Amphitheater, dass seit 1999 zum Zoobereich gehört. 2014 konnte ebenfalls mit EU-Geldern eine umfangreiche Sanierung durchgeführt werden. Es bietet nun Sitzplätze für 7 000 Besucher und “Grassitzplätze” für 10 000 Besucher. Das Amphitheater ist für die Ausbildung von Kindern geeignet, besitzt eine riesengroße HD-Digital-Vorführwand und wird auch für die Vogelschau genutzt.

Diese andere Welt freut sich auf Ihren Besuch!

 

Was gibt es neues (2014-2015)?

- Unterirdische Welt / Amazonien und Mediteraneum

- Rekonstruktion Amphitheater

- Leben in der Stein- und Bronzezeit; in der “Unterirdischen Welt” die Ausstellung über Zikmund - Hanzelka

- Flugvolieren für südamerikanische Vögel: Königsgeier / Aras

- Australien: Filander und Goldbauchschwimmratte, Dingo

- Panzernashorn: Geburt Maruschka

- Asiengarten: Grasskulptur

- Tierhaus Z: Schwerpunkt philippinische Fauna

- “Die giftigsten Tiere der Welt” mit Erwähnung einiger Gifttiere

 

 

INFO 2014

Ratschläge, Tippen, Informationen:

Öffnungszeiten:

April - Oktober: 8.00 - 19.00; Kasse bis 18.00

November - März: 9.00 - 17.00; letzter Eintritt um 16.30

Eintrittsgebühren:

Sommer (April - Oktober)

Erwachsene: 140 CZK; Kinder, Studenten: 100 CZK (Kronen)

Winter (November - März)

Erwachsene: 90 CZK; Kinder, Studenten: 60 CZK

- Zum Pilsener Zoo gehört auch ein Dinopark, der von April bis Oktober geöffnet ist. In diesen Monaten kann man Tickets nur für den Zoo, nur für den Dinopark oder für beide Einrichtungen kaufen. Wenn Sie nur den Dinopark besuchen wollen, müssen Sie den nördlichen Eingang vom Stadtteil Vinice nutzen.

- Die Eintrittsgebühr kann nicht mit Euro oder mit einer Kreditkarte bezahlt werden.

- Hunde oder andere Tiere dürfen nicht in den Zoo mitgenommen werden!

- Fotografieren und WC-Benutzung sind frei.

- der Parkplatz an der Hauptkasse ist gebührenpflichtig (50 CZK)

- während Ihres Aufenthaltes können Sie ein Mahl im afrikanischen Restaurant KIBOKO, in der altböhmischen Gaststätte am Bauerhof, in der Schnellimbiss-Stube an der Sibirischen Blockhütte oder am tropischen Tierhaus einnehmen. Im Madagascar-Haus gibt es ein Souvenirgeschäft.

- während der Saison (April - Oktober; 2 Mal täglich außer am Montag) gibt es eine Falknereivorführung am Amphitheater sowie kommentierte Fütterungen ausgewählter Tierarten nach dem aktuellen Zeitplan.

- im ganzen Zoo gilt das Fütterungsverbot mit Ausnahme der Fütterung von Fischen in Wassergräben oder Seen, wenn sich dort ein Futterautomat mit Fischfutter befindet.

- besuchen Sie auch die selbständige Ausstellung Aqua-Terra (Akva Tera) im Zentrum von Pilsen in der Palackeho Str. 5. Sie finden dort Korallenfische, Insekten, Frösche, Schlangen, Echsen, Schildkröten und viele andere wechselwarme Tiere. Mit der Eintrittskarte des Zoos bekommen Sie eine Ermäßigung in Höhe von 50%.

- beim Spaziergang durch den Zoo können Sie mit Hilfe des Planes und des Orientierungssystems drei unterschiedlich anstrengende Strecken wählen:

- auf Menschenspuren

- gegen den Zeitfluss

- Gondwana

Kontakt: zoo@plzen.eu

 


 

Biogeographische Gliederung des Zoos

1996 entschied sich die Leitung des Zoos, als Kriterium für die Gliederung des Zoogeländes die biogeographischen Weltregionen zu nutzen. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Unterbringung von Tieren und Pflanzen nach den bestehenden Gebäuden, deren Funktionalität oder der zoologisch-systematischen Zuordnung vorgenommen worden. In diesem neuen Konzept wird die geographischen Verbreitung nach Biotopen (z. B. Wüsten, Wälder, Savannen) berücksichtigt. Dank dessen ermöglicht die Ausstellung von Pflanzen und Tieren einen treuen Einblick in die wirkliche Natur. Diesen Biotopregionen sind Farben zugeordnet, die Sie auch an Tafeln, Wegweisern und anderen Zeichen des Informations- und Lehrsystems begleiten.

Paläarktische Region (blaue Farbe)

Die erste in diesem Sinne erstellte Gliederung war 1996 die Kennzeichnung der paläarktischen Region. Sie wird von Freigehegen für Wisente, Moschusochsen, Wölfen und dem größten inländischen Gehege für Braunbären gebildet. Zusammen mit den botanischen Exponaten wird damit ein Naturlehrpfad für das Quartär dargestellt.

Auch das Leben in der Stein- und Bronzezeit wird dargestellt. Typische Produkte des damaligen Handwerks werden in einer nachgebildeten Hütte ausgestellt. In einem Garten werden schon damals vorhandene Nutzpflanzen gezeigt.

Besonders hingewiesen werden soll auch auf die in Tschechien einzigartige Ausstellung “Unterirdische Welt”. In einem ehemaligen Bunkersystem von 150 m Länge werden in 15 Räumen Tiere gezeigt, die in unterirdischen Flüssen, Brunnen, Kellern und Höhlen leben, u.a, blinde Fische, Amphibien, auch Säugetiere wie Gartenschläfer und Fledermäuse, aber auch Ratten.

In einem Vorraum gibt es eine Sonderausstellung “Ein Trip um den Äquator” über die vor über 60 Jahren mit einem Tatra-Auto durchgeführte Weltumrundung durch die tschechischen “Weltenbummler” Hanzelka und Zikmund.

Vor dem Eingang steht ein amerikanischer Sherman-Panzer, der an die Befreiung Pilsens im 2. Weltkrieg erinnern soll.

Zu den beliebtesten Gehegen zählen die Freigehege für die großen Katzen: Amurtiger, Löwen, Pumas und Irbisse. Huftiere dieser Region sind Kiang und Goral, bei den Vögeln sind es Schreiadler und Vertretet der Vögel Sibiriens in einerBlockhütte.

Eine eigenständige Welt finden Sie auf dem Bauerhof Lüftnerka, einem Bauernhof aus dem 19. Jahrhundert mit Haustieren wie Haflinger-Pferden, Pschestitzer Schweinen, vielen Schaf-, Gänse-, Enten-, Kaninchen- und Taubenrassen. Auf dem Dachboden des Wirtschaftsgebäudes finden Sie auch Eulen. Eine Neuheit mit großer Attraktivität ist der tschechische Fluss, der in Form eines Lehrpfades das Leben in den einzelnen Zonen eines typischen tschechischen Flusses von der Quelle bis zur Mündung zeigt.

In neun Wasserbecken und einem Teich trifft man typische Fischarten aller Zonen von Äschen über Forellen bis zu den Hechten. Ein Paar Fischotter fehlt auch nicht. Überraschend ist, dass bezüglich der Löwen bei uns nicht Löwen aus dem südlichen Verbreitungsraum Afrikas ausgestellt werden, sondern paläarktische Berberlöwen aus dem marokkanischen Atlas-Gebirge. Seit Juni 2010 gibt es Anlagen für Kulane, Kropfgazellen, Trampeltiere und kleine Pandas.

2014 wurde an einer sonnenexponierten Stelle das Mediteraneum-Gewächsaus errichtet. Es beherbergt mehrere Unterarten der griechischen Landschildkröte, Breitrandschildkröten und auch Wasserschildkröten. Dazu zeigt es in dem Haus und in der Umgebung typische Pflanzen des Mittelmeerraumes.

Pflanzen dieser Region sind einerseits auch tschechische Vertreter aus Torfmooren, Salzwiesen, Kalksteinbereichen, Feuchtwiesen und Flugsandregionen, andererseits auch aus asiatischen Biotopen: aus Felssteppen Zentralasiens, Quellgebieten des Himalaya und Berggebieten Chinas und anderer Regionen.

Nearktis (braune Farbe)

Insbesondere in den Jahren 2006-2007 entstand die nordamerikanische Region. Ausgestellt werden in Freigehegen kanadische Luchse, Rotluchse und Ursons. Weiterhin gibt es einen Totempfahl, wunderschöne Blockhäuser und Freigehege für Zwergwapitis, Dallschafe, und Schneegämse. In der Umgebung wachsen Pflanzen der nordamerikanischen Prärie, der Laubwälder des Ostens und Nadelbäume aus dem Westen der USA. In einem Tierhaus mit 20 Volieren, Terrarien und Aquarien wird das Landschaftsbild der Sonora-Wüste nachgebildet. Tierarten aus dem heißen Süden der USA, des mexikanischen Nordens und der Sonoraregion sind zu finden, so Buntfalken, Kanincheneulen und Schuppenwachteln, an Säugetieren Blattnasen-Fledermäuse, Ziesel und Kängururatten. Unübersehbar sind die giftigen Gila-Krustenechsen, unüberhörbar Klapperschlangen. Neben weiteren Echsen und Schlangen gibt es auch Taranteln, Fische, Salamander und Axolotl. Am Haus befindet sich auch eine Flugvoliere mit einem Paar Rotschwanzbussarden, mit Rabengeiern und mit einem Königsgeierpaar. Das Pflanzenreich dieser Region ist durch Bergpflanzen der USA vertreten, zwei Gewächshäuser zeigen Kakteen, Sumpf- und Moorpflanzen.

Neotropis (grüne Farbe)

Südamerika wird im Pilsener Zoo durch Tiere u. a. der Pampas repräsentiert, so durch Vergesellschaftung von Nandus, Vikunjas und Wasserschweinen, weiter durch Mähnenwölfe, Wasserschildkröten sowie durch ein gemeinsames Gehege für Rote Nasenbären und Pekari-Schweine.

In der Zwischenzeit wurden 2 große Flugvolieren für Papageien und südamerikanische Geier, darunter dem seltenen Königsgeier, errichtet. Auch Karakaras, Agutis , Hutias und Gürteltiere sind zu sehen. In Zukunft wird es noch eine Anlage für Flachlandtapire und Große Ameisenbären geben.

Für die amazonischen Krallenaffen konnte 2014 mit Unterstützung durch die EU das Amazonien-Haus errichtet werden. 6 Arten Krallenaffen können im Inneren gezeigt werden, dazu haben sie auch große Busch bewachsene Außenvolieren. Weiter werden auch Blasskopfsakis, Nachtaffen, Baumstachler und Gürteltiere gezeigt.

Es besteht die Absicht, auch wieder Jaguare auszustellen. Gegenwärtig leben einige Tiere dieser Region noch in dem tropischen Tierhaus oder seiner Umgebung (u. a. Krokodilkaiman, Pinguine und Chileflamingos). Pflanzen dieser Region sind leider sehr empfindlich und ihre Haltung unter den klimatischen Bedingungen bei uns sehr eingeschränkt. Dennoch kennzeichnen in Gewächshäusern Gebirgskakteen aus Argentinien und Bolivien sowie Fuchsien diese Region. Neu ist eine Ausstellung von Pflanzen Patagoniens, die durch Umnutzung des ehemaligen Muntjakgeheges 2011 entstanden ist.

Australische Region (rote Farbe)

Der empfohlene Rundgang durch den Zoo beginnt am Eingang an der Südseite. Sie führt Sie an den Toiletten und der neuen Anlage der Löwen vorbei rechts zur australischen Region.

Etwas versteckt direkt am Ausgang befindet sich ein Häuschen mit Außenanlage für die seltenen Neuguinea-Buschkangurus oder Filander, daneben ist im Haus eine kleine Anlage für die australischen Goldbauch-Schwimmratten, die zu den wenigen echten Säugetieren des Kontinentes gehören.

Vor uns befindet sich weiterhin ein kleiner Bau mit Vögeln und Säugetieren. Auf einem Teich schwimmt als typischer Vogel ein schwarzer Schwan, zusammen ist er mit Kastanienenten, die im australischen Binnenland selten gesehen werden, eher an den Meeresküsten. Hier ist auch die Mähnengans, die in Baumhöhlen nistet und oft auf Feldern mit keimendem Getreide u. a auch auf Reisfeldern grasen geht.

Der Weg biegt nach rechts ein und Sie sehen in einem Gewächshäuschen als Beispiel der australischen Flora Pflanzen von Tasmanien. In der Sommerzeit finden Sie in der Umgebung typische Vertreter der australischen Flora. An einem kleinen Felsen mit Wasserfall wachsen Bergpflanzen Neuseelands.

Das bekannteste Tier Australiens ist mit Sicherheit das Känguru. Das Rot Känguru ist der größte Vertreter der Beuteltiere, ein Männchen erreicht im Stehen 2,1 m. Es ersetzt in Australien die Huftiere, während Kängurus mittleren oder kleineren Wuchse, zu denen die Rotnackenwallabies gehören, die Hasen ersetzen. In einem buschigen Teil lebt der nach dem Strauß größte Vogel der Erde, der Emu. Das hintere Freigehege der Rotnackenwallabies, Dama-Kängurus und Dama-Wallabies wird in der letzten Zeit auch von Hühnergänsen bewohnt.

Im hintersten Bereich befinden sich die Wildhunde Australiens, die Dingos, die vom Menschen auf den Kontinent gebracht wurden und dann verwilderten.

Diese Region ist noch nicht komplett, es fehlen noch einige Volieren, Freigehege und Tierhäuser. Übrigens befinden sich im hinteren Teil des Z-Tierhauses (Z wegen der Bauform des Hauses) einige australische Beuteltiere, die Dämmerungstiere sind: Kuskuse, Bürstenschwanzkängurus u.a.

Äthiopische Region

 

Eurasische und insbesondere afrikanische Tiere sind das Hauptthema des Pilsener Zoos. Zudem befindet sich hier ein großes Gewächshaus mit sukkulenten Pflanzen und Kriechtieren Madagascars, Südafrikas und der Kanarischen Inseln. Weiterhin leben in einer “ afrikanischen Nacht” in einem Tierhaus Dunkelheit liebende Tiere: kleine Raubtiere, Affen, Nagetiere, Insektenfresser und Fledertiere. Ein weiteres Tierhaus mit typischen Tieren Madagascars zeigt seit dem November 2007 nicht nur Lemuren (Halbaffen: u. a. Sattelvaris, Alaotra-Bambuslemuren, Halsbandmakis, Mausmakis) sondern auch Madagascar-Mungos, Springratten, Chamäleons, Schildkröten und Schlangen. Seit 2008 liefen Vorbereitungen, um ein Tierhaus für afrikanische und asiatische Großtiere zu errichten z. B. für Giraffen, Zebras, Antilopen und Panzernashörner.

Seit Sommer 2010 kann dieses kombinierte Haus, das der Erinnerung an Josef Vagner gewidmet ist, besichtigt werden. Ein Höhepunkt für das kombinierte Großgebäude war die Ankunft eines Paares indischer Panzernashörner. Es sind die einzigen in einem tschechischen Zoo. 2014 wurde hier erstmals in der Geschichte des Zoos das Panzernashorn - Mädchen “Maruschka” geboren, erstmals auch eine Junges von unseren Zwergflusspferden. Die Eltern sind erst 2012 in den Zoo gekommen. In großen naturnahen Freigehegen leben Ugandagiraffen, Große Kudus, Nyalas, Blessböcke , Chapmanzebras und Lítschiantilopen, auch Strauße sind zu sehen. Zwergflußpferde, Warzenschweine und Sudangeparde bewohnen einen weiteren Komplex, der auch für Angolaguerezas eine Heimstatt bietet. In weiteren Anlagen schwimmen in den Absperrgräben Pelikane; Marabus und Nimmersatte stelzen umher. Auch im Inneren des Gebäudes können verschiedene kleinere Säugetiere dieser beiden Kontinente beobachtet werden wie Kantjils, Buschschliefer, Erdhörnchen u. a.

Diese Tiere leiten zur nächsten Region über, der orientalischen.

 

Orientalisch-indomalayische Region

Es handelt sich dabei um die im Zoo zuletzt in Angriff genommene Region. Lange Jahre hielt man Tiere dieser Region eher im tropischen Tierhaus Z, wie heute noch die Komodowarane und Siamkrokodile. Einige dieser asiatischen Säugetiere bewohnen die Grenzregion zur Paläarktis aber auch Vorderindien und Südostasien. Genannt seien Hirschziegenantilopen, Zwergmuntjaks, Timorhirsche. Wanderus aus den südlichen Gebirgen Indiens und Gibbons vertreten die Affen, Wärme liebende Tiere sind im Gebäude zu finden. Im oberen Bereich des Asien-Gartens wurde übrigens eine metallene Grasskulptur augestellt: sie ist 7,5 m hoch und wiegt 1 800 kg!

 

Tropisches Tierhaus Z

Aufgrund spezieller Temperaturbedürfnisse tropischer Tiere finden wir in diesem Haus, das seinen Namen nach der z-förmigen Baustruktur erhielt, Tiere aus praktisch allen Weltteilen also neotropische, orientalische und australische Tiere. Die bedeutendsten Vertreter sind die Schimpansen, die Komodowarane, Kaimane und Krokodile, aber auch Großpapageien, sowie Säugetiere wie Borkenratten , Balabac-Kantjils und seltene Vögel (Hornvögel, Rallen, Tauben, Papageien) der gefährdeten Fauna der philippinischen Inselwelt.

Im Umkreis diese Hause befinden sich noch Humboldt-Pinguine, zwei Arten Flamingos und die Schlangenstörche oder Seriemas.

In einer Nebenseite im Inneren des Hauses wurde eine Sonderausstellung “Die giftigsten Tiere der Welt” eingerichtet. Hier werden u. a. Königskobras, Klapperschlangen, Bambusottern, Speikobras und die sehr giftigen Todesottern und Taipane Australiens gezeigt, daneben aber auch die giftigen Baumsteigerfrösche Südamerikas und giftige Kugelfische.

 

 

Kulturhauptstadt Europas Union der tschechischen und slowakischen Zoos Union der Botanische Garten Tschechische Republik BGCI